Lebenszeichen gibt es immer wieder

Welch tolle Überschrift.
Dabei gibt es garantiert Leute, die sagen: "Der meldet sich überhaupt nicht (mehr), was ist mit dem los?

Lebenszeichen sind Beziehungszeichen und Beziehungen beruhen auf beiderseitigen Kontakten. Gerade in der michimengel heutigen Online-Welt heisst es immer wieder: "Okay, gib mal Deine Mail, ich melde mich...". Nichts passiert! Da bin ich gebranntes Kind. Wer Interesse an einer "Beziehung" zu mir hat, der darf nicht vergessen, dass es freundschaftliche Beziehungen sind - und die bedürfen einer gewissen Pflege. Es gibt Menschen, mit denen habe ich monatelang keinen Kontakt und wenn wir uns wiedersehen, ist es, als hätten wir uns gestern noch getroffen - das ist schön und verständlich, wenn man hunderte von Kilometern entfernt wohnt, aber die Leute aus der gleichen Gegend...

 


Mit einem Medium wie dem Internet kann man Freundschaften pflegen  -

aber nicht ersetzen!


Geboren wurde ich im März 1970 in Elspe im Sauerland.In meiner Kindheit bin ich mit meiner Familie einige Male umgezogen. Unter Anderem wohnten wir in Affeln, Plettenberg-Ohle und wieder in Elspe, bis es uns 1978 nach Rönkhausen "verschlagen" hat.

Dort habe ich bis 1989 gewohnt und mich sehr wohl gefühlt.
In einer solchen dörflichen Struktur (Rönkhausen hat ca. 1900 Einwohner) im Sauerland bleibt es natürlich nicht aus, dass man Kontakt zu Vereinen und zur Kirchengemeinde bekommt.

Durch den Religionsunterricht, die Erstkommunion und die Jahre später folgende Firmvorbereitung bin ich stark in das Gemeindeleben von Rönkhausen integriert worden. So habe ich zum Beispiel Jugendgruppen geleitet, war seit 1986 Kantor in der Kirche und ab 1987 "Wochentagsküster".

1989 bin ich dann nach Paderborn ins Leokonvikt gezogen, um das wahr zu machen, was ich als Schulkind immer gesagt habe: "Erst studiere ich, und dann werde ich Pastor." (Ein lieber Gruß an Ute, die sich über diesen Satz im Schulbus immer halb Krank gelacht hat.)

Von 1989 bis 1992 habe ich in Paderborn die Katholische Fachhochschule besucht und Religionspädagogik studiert.

Nach meinem Diplom bin ich an die katholische Fakultät der Universität Passau gewechselt, um das - für den Priesterberuf notwendige - Theologiestudium zu absolvieren. In Passau erhielt ich auch die liturgischen Beauftragungen zum
Lektorat und zum Akolythat . Desweiteren habe ich an einer Grundschule 1/2 Jahr lang 3 Klassen in Religion unterrichtet.


Meine Studiendisziplin und der Kampf mit mir selbst und mit meiner Homosexualität haben mich allerdings daran gehindert, das Studium zu beenden und so musste ich nach 2 1/2 Jahren 1995 Passau verlassen und bittstellend beim Erzbischof von Paderborn um die Wiederaufnahme ins Leokonvikt und an die katholische Fakultät Paderborn bitten.

Seit 1995 war ich also wieder in Paderborn. Das Studium fiel mir nicht leicht und ich verrannte mich zunehmends in eine Krise. Die ganzen "netten" Nebenerscheinungen
und der Kult bzw. das "Pastor sein" halfen nichts! 1998, nach der Trennung von meinem damaligen Freund Johannes, mit dem ich auf den Tag genau 7 Jahre zusammen war, habe ich mich dann entschlossen, das zu tun, was mich seit Jahren bewegte - Ich zog aus dem Leokonvikt aus und wollte mich beruflich umorientieren. Trotz Alledem gab es natürlich auch sehr schöne Zeiten im Leokonvikt. Nicht Zuletzt der Papstbesuch 1996 , bei dem ich dem Papst mehrmals sehr nahe kommen durfte.
Aber was nun, ein Diplom- Religionspädagoge mit einem halb-fertigen Theologiestudium ohne Arbeit und Geld.

Glücklicherweise hatte ich in der letzten Zeit meines Aufenthalts im Leokonvikt schon einen Nebenjob als Nachtportier in einem Hotel in Bad Lippspringe angenommen, so dass ich zumindest ein wenig Geld verdiente, um meine erste eigene kleine Wohnung zu bewohnen.

Ein Glücklicher Zufall - oder war es Fügung? - hat mich dann ins City-Büro des Arbeitsamtes Paderborn verschlagen, wo ich dann ab Mitte Dezember 1998 als "Vermittler" für Studentenjobs arbeiten konnte.

Am 4. März 1999 bekam ich dann einen Anruf meines Vorgesetzten, der mich anhielt, am nächsten Tag eine Bewerbung als Personaldisponent beim
Kreis Paderborn einzureichen. Gesagt - Getan: Die Bewerbung habe ich abgegeben und zwei Monate später war ich Personaldisponent im Kreis.

Damit war meine persönliche Job-Odyssee jedoch noch nicht beendet. Im Sommer 2000 habe ich beim Kreis Paderborn gekündigt, weil ich ein sehr gutes Angebot einer Zeitarbeitsfirma bekommen hatte. Dort arbeitete ich dann von September 2000 bis November 2000. Es war die Hölle. Alle Versprechungen von Wegen Tarif und sozialer Einstellung seitens der Firma waren Lug und Trug. Die Vorgesetzten meines Kollegen und von mir entpuppten sich als knallharte "Schweine". Außen Hui und innen Pfui. Beizeiten werde ich diese Seite um das Thema Zeitarbeit erweitern. Es geht mir dabei dann um Chancen und Gefahren, die die Zeitarbeit bietet.

Durch meine Beziehungen zum Kreis Paderborn und zu meinen ehemaligen Kollegen konnte ich dann ab Dezember 2000 wieder in den Kreis zurückkehren und war dort wieder auf der gleichen Stelle beschäftigt.

Ab dem 1.8.2003 war ich beim Arbeitsamt Paderborn beschäftigt. Dort war ich Arbeitsvermittler / Fallmanager / Sachbearbeiter für das Projekt "Jump Plus".

Nun, nach der Neuregelung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente und der Einführung des Hartz 4 - Gesetzes (SGB II) arbeite ich als Fallmanager bei der ARGE Paderborn (
Arbeitsgemeinschaft für Arbeit im Kreis Paderborn ).